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woher wir kommen

Aus dem Buch "Was auf dem Spiel steht - Diskussionsbeiträge zu Homosexualität und Kirche" Kittelberger, Heilig-Achneck, Schürger (Hg.), München 1993:

 

Schwule und Lesben in den Kirchen. Szenen aus Deutschland in den 80er und 90er Jahren:

* Die letzten 15 Jahre seines Lebens hat Peter damit verbracht, alles zu tun, was man tun kann, um seine Homosexualität loszuwerden. Er ist Christ und schwul und hat gelernt, dass beides gleichzeitig nicht möglich ist. Nachdem alles Beten und Kämpfen erfolglos geblieben ist, hat er einen langjährigen Psychotherapieversuch hinter sich gebracht, ohne dass seine Homosexualität darunter gelitten hätte. Es folgen zwei Experimente mit kommunitärem Leben, eine Verlobung, die charismatische Bewegung, etliche Heilungsversuche, sowie last not least der Einstieg in einen deutschen Ableger der "Ex-gay-Bewegung". Das Resultat nach 15 Jahren Kampf: seine Homosexualität ist ungebrochen, er ist verzweifelt.

* Karin und Maike hatten seit geraumer Zeit das Gefühl, dass sich in ihrer Gemeinde etwas zusammenbraute. Es war schwierig genug für sie gewesen, sich als Lesben wahrzunehmen, ihre Zuneigung zueinander zu akzeptieren. Sie wären nie im Leben offensiv als Lesben aufgetreten oder hätten gewagt, in ihrer Kirche irgendwelche Rechte für ihr Zusammenleben zu fordern. Doch waren sie seit Jahren in der Gemeindearbeit engagiert und wollten das auch bleiben. Dass sie den Gemeindebrief plötzlich nicht mehr in eigener Regie herausgeben durften, war schwer zu verdauen. Dann legte man ihnen nahe, aus der Kindergottesdienstarbeit auszusteigen, und die christliche Teestube signalisierte, dass sie Mühe hätte, sich die beiden weiterhin als Mitarbeiterinnen vorzustellen. Alle Begründungen waren schwammig und unklar. Dann hielt die charismatische Bewegung Einzug in ihren Hauskreis und es erging eine "Prophetie" - so sprach der Herr: ihr Lebenswandel sei sündhaft, von dem hätten sie schleunigst zu lassen. Und dann wären da noch die beiden Männer, X und Y, die sie zu heiraten hätten... Diese Prophetie wollten Karin und Maike nicht akzeptieren. Resultat: In ihrer Gemeinde ist es kalt und einsam um sie herum geworden. Was tun?

* Peer und Martin sind beide HIV-positiv. Eigentlich hatten sie sich damit abgefunden, das AIDS-Vollbild, Erkrankung und Sterben allein zu durchleben. Anfänglich konnten sie es selbst kaum glauben, aber dann wurde es immer klarer: ihre neu begonnene Beziehung ist die ganz große Liebe ihres Lebens. Und in ihrer Situation macht der Gedanke, zusammen zu bleiben "bis dass der Tod uns scheide", ganz existentiell Sinn. Sie wünschen sich, ihre Beziehung zu veröffentlichen, zu feiern, sich des Segens Gottes für ihre Beziehung zu vergewissern. Dass in den Kirchen über "trauungsähnliche Handlungen für Homosexuelle" nachgedacht wird, freut sie, aber solange bis diese Diskussionen vielleicht zu einem positiven Abschluss kommen, können sie nicht warten.

* Carola ist lesbisch, solange sie denken kann. Bisher ist ihre sexuelle Orientierung eigentlich nie ein Problem für sie gewesen. Auch nicht während des Theologiestudiums oder im Vikariat. Aus ihrer Homosexualität hat sie nie einen Hehl gemacht, wozu auch? Von ihrer Gemeinde wird sie geliebt, ihre Arbeit geschätzt. Das geht solange gut, bis sie zur Ordination ansteht: Sie wird ins Kirchenamt zitiert, dort legt man ihr ein Dokument vor, das sie unterschreiben soll. Mit ihrer Unterschrift würde sie sich zu ihrer Homosexualität bekennen und sich gleichzeitig verpflichten, sie nicht zu leben. Sie soll auf feste, monogame Beziehungen genauso verzichten, wie auf anonyme ausschließlich sexuelle Kontakte. Ihre Lebensform soll der Zölibat sein. Ohne Unterschrift unter diese Erklärung, wird es keine Ordination für sie geben. Sie hat sich zu entscheiden, ob sie ihre Sexualität, ihre Liebesfähigkeit, ihre Identität leben oder ihren Beruf ausüben will.

Weitere Szenen könnten folgen: Schwule und Lesben, denen man das Abendmahl vorenthält, Seelsorgevorschläge, die zu persönlichkeitszerstörenden Verhaltens"therapien" führen, mit dem Ziel, die Homosexualität zu brechen, Suizidversuche, von jungen Christinnen und Christen, die es einfach nicht fertig bringen, sich als Schwule oder Lesben anzunehmen...

 

Eine andere Szene, Hamburg 1985: Im Magnus-Hirschfeld-Centrum, einem Kommunikations-zentrum für Lesben und Schwule, trifft sich im Mai 85 erstmals eine kleine Gruppe schwuler Christen. Ihre Fragestellung ist nicht: "Was können wir in den Kirchen ändern, damit wir uns dort wohler fühlen?" Stattdessen ist ihre Thematik, was sie als schwule Christen einander Gutes tun können. Viele Teilnehmer dieser neuen Gruppe sind es leid, sich weiterhin an den Widerständen der Kirchen gegen ihre Lebensweise wundzureiben. Natürlich fänden auch sie es erstrebenswert, wenn die Kirchen, aus denen sie kommen, sich so veränderten, dass schwules Leben dort möglich würde. Viele hatten sich vorher schon in innerkirchlichen Gruppen engagiert, dort für Veränderung gekämpft. Doch die Vorstellung, dass schwule Existenz in den Kirchen nichts weiter sein sollte als Kampf um das Recht, dort zu existieren, erschien nicht mehr sonderlich erstrebenswert...

So begann die Arbeit der "Basisgemeinschaft schwuler Christen" mit einer langen Phase gegenseitigen "Sich-die-Wunden-Leckens": sich die schlimmen Erfahrungen von Ausgegrenztsein, Versteckspiel, Doppelleben, offener und verdeckter Diskriminierung zu erzählen, sich gemeinsam zu empören, sich aneinander aufzurichten. Bibelarbeit, theologische Exkurse, gegenseitige Seelsorge und vor allem das befreiende Gefühl, sich endlich einen Ort zu schaffen, an dem beides möglich sein konnte, schwul und Christ zu sein, führte zu einem Prozess, den viele als "aufrechten Gang wieder lernen" beschrieben.

 Offen blieb lange Zeit die Frage nach einer "geistlichen Heimat". Wo konnte Gottesdienst gefeiert, wo Raum für die Spiritualität der Gruppe gefunden werden? Sollte man nicht doch probieren, den Weg in die bestehenden Kirchen zurückzufinden? Oder sollte die Gruppe vielleicht nach einer Kirche suchen, die Homosexualität akzeptierender gegenüberstand, um dort unterzukommen?

Es hat lange gebraucht und heiße Diskussionen gefordert, die Frage zu klären, was Kirche eigentlich zu Kirche macht. Kirche, so hatte man gelernt, sind altehrwürdige Institutionen, legitimiert z.B. durch apostolische Sukzession - irgendwie gab's die seit Petrus schon immer. Kirche ist höchstens 'mal reformiert worden. Auf jeden Fall ist sie alt, aufs Harmonischste mit dem Staat verbunden, kassiert Kirchensteuer und verfügt über große und staubige Dome. Dann gibt's da noch die Freikirchen, deren Existenzrecht auf irgendwelchen biblischen Wahrheiten basiert, die sie wieder zu Ehren gebracht haben.

Die Idee, dass Kirche sich aus der Gegenwart Christi legitimiert, die er dort verheißt, wo sich "zwei oder drei in seinem Namen" versammeln, war fremd. Die Vorstellung, dass die Gottesdienstexperimente der Basisgemeinschaft keiner weiteren Legitimation durch Priester, Bischöfe oder Landeskirchenämter bedurfte, entsprach nicht den Denktraditionen der Gruppenmitglieder. Doch sie lag auf ihrem Weg, selbstbewusst und eigenständig als schwule Christen, für sich selbst sorgen zu lernen. Und sie tat gut. So wurden ihre ersten, tastenden Gottesdienstversuche mehr und mehr zu dem "geistlichen Rahmen", den sie benötigten und durch den sie artikulieren konnten, wie selbstverständlich - unabhängig von irgendeiner Anerkennung durch die etablierten Kirchen - sie leben wollten und konnten.

 

Dass es etwas ähnliches, hauptsächlich in den USA schon gab, die Metropolitan Community Church (MCC), hatte sich nach Hamburg herumgesprochen. Doch was kann aus den USA schon Gutes kommen? Sich an einer Situation zu orientieren, wo jeder seine eigene Kirche aufmacht, wenn ihm die Nase seines Pastors oder die Form des Kirchengestühls nicht passt, war indiskutabel.

Dort in den USA war ein Pastor namens Troy Perry aus seiner Kirche ausgeschlossen worden, nachdem er sich zu seiner Homosexualität bekannt hatte. Eine Geschichte wie viele andere. Doch er war nicht zur Ruhe gekommen, vor allem durch viele Begegnungen mit Schwulen und Lesben, die sich als ausgestoßene Christen und Christinnen quälten. Die die gesamtgesellschaftliche Homosexuellendiskriminierung der 60er Jahre als gottgegeben akzeptierten. Die die gesellschaftliche Ächtung zur Basis für Selbstverachtung machten. Die sich nach dem Zuspruch der Liebe Gottes in Jesus Christus sehnten, sich aber gewiss waren, dass Gott sie ebenso ablehnte wie ihre Kirchen.

Je mehr sich solche Begegnungen häuften, desto deutlicher wurde Perry, dass das Evangelium keinen Anhalt bietet für die Ausgrenzung, Verachtung und Selbstverachtung Homosexueller. Dass die Gute Nachricht von Jesus Christus vielmehr von der befreienden Liebe Gottes zu allen Menschen, ohne Vorbedingung und ohne Ausnahme, spricht. Dass die sexuelle Orientierung eines Menschen ihn der Liebe Gottes nicht würdig oder unwürdig macht.

Dieser Gedanke lässt ihn nicht mehr los, der muss umgesetzt werden. Und wenn die Kirchen das nicht tun, dann tut er es eben selbst: 1968 lädt er zu einem Gottesdienst in sein Wohnzimmer, in Los Angeles, ein.

Zu diesem ersten Gottesdienst kommen 12 Leute zusammen. Und es entsteht die Idee der Gründung einer Kirche, die sich vor allem an Lesben und Schwule richtet. Sie soll den Namen Metropolitan Community Church tragen. "Metropolitan" für die "metropolitan area", den Großraum von Los Angeles, weil niemand sich vorstellen kann, dass diese Kirche jemals über Los Angeles hinauswächst. "Community" für die "Gay Community", die schwul-lesbische Gemeinschaft, als wichtigste Zielgruppe. Und "Church", Kirche heißt das Ganze, weil man sich in den USA erheblich leichter tut, als in Deutschland, mit der Gründung neuer Kirchen.

Diese Idee einer Kirche, die die befreiende Gute Nachricht von Jesus Christus für Lesben und Schwule verkündigt, feiert und lebt, fasziniert, und im Zusammenhang mit der gerade aufkeimenden Lesben- und Schwulenbewegung entstehen in kurzer Zeit überall in den USA Gemeinden der MCC.

Soweit so gut, aber dennoch war es in Hamburg nicht vorstellbar, mit dieser MCC etwas zu tun zu bekommen. Irgendwie hatte sich dort die Idee von MCC als einer Mischung aus Tuntenbarock und Pfingstgemeinde festgesetzt. Darüber hinaus erschien die Vorstellung einer "schwul-lesbischen Ghettokirche" doch sehr kalifornisch, also theologisch eher anstößig.

Das Umdenken begann mit dem Kennenlernen von Vertretern der MCC und dem, was sie zu berichten hatten: Da sei eine Kirche entstanden, die eben nicht, wie befürchtet, einen evangelikal- charismatischen Abklatsch auf schwullesbisch darstellt. Stattdessen - wurde der Basisgemeinschaft erzählt - findet sich in der MCC eine große Spannbreite all dessen, was in der Ökumene geglaubt und praktiziert wird. Verschiedene Hintergründe, aus denen Menschen in die MCC kommen, werden ernst genommen, der Reichtum und die Buntheit verschiedener Traditionen gepflegt. Dementsprechend gibt es charismatisch orientierte MCC-Gemeinden, doch genauso befreiungstheologisch inspirierte, fundamentalistische, hochkirchliche, liberale, calvinistische usw. Statt eines Lehramtes oder eines von oben diktierten Dogmas wird der Streit, die Auseinandersetzung, über theologische Fragen gepflegt. Satt eines christlich eingefärbten American way of life, der allen Gemeinden verordnet wird, funktioniert die MCC als Bund unabhängiger Ortsgemeinden (ungefähr 260 weltweit), der eine schillernde Buntheit und Vielfalt produziert.

Und wenn Schwule und Lesben auch die Mehrheit der Gemeindemitglieder stellen, ist die MCC doch keine homosexuelle Kirche. Es wäre ja auch absurd, wenn die heimliche Exklusivität der etablierten Kirchen einfach umgedreht würde, und statt heterosexueller Zugangsbeschränkungen homosexuelle errichtet würden. Stattdessen wird ernst genommen, dass die Gute Nachricht der Liebe Gottes allen Menschen gilt. Dementsprechend haben in den vergangenen 20 Jahren viele Heterosexuelle oder Menschen mit ganz anderen sexuellen Orientierungen ihren Weg in die MCC gefunden. In vielen Gemeinden wachsen Kinder auf. Nicht die Schaffung einer in sich geschlossen Homowelt ist die Perspektive der MCC, sondern die Integration all dessen, was unterschiedlichste Menschen in diese Kirche einbringen.

Bleibt die Frage nach dem Ghetto und wie vertretbar die Gründung einer Kirche dort ist. Spalten Homosexuelle sich damit nicht ab? Zementieren sie dadurch nicht das Ghetto? Natürlich ist diese Gefahr gegeben. Doch haben Lesben und Schwule sich ihren Ort im Ghetto nicht selbst ausgesucht, sondern sind dorthin gedrängt worden. Die kritische Frage nach Abspaltung ist bei ihnen an die falsche Adresse gerichtet. Und so ehrenwert und richtig die schwul-lesbischen Versuche sind, das Ghetto zu überwinden, sich den Platz, der ihnen zusteht, in der Mitte, und nicht am Rand der Gesellschaft zu erkämpfen, stellt sich doch die Frage nach der Ausschließlichkeit und Effizienz dieser oft als absolut verstandenen Strategie: Dieser Weg ist steinig, viele Menschen überstehen ihn nicht, andere resignieren, weil seine kurz- und mittelfristigen Erfolgsaussichten dermaßen gering sind. So empfiehlt sich die Alternative - das Ghetto, in das Lesben und Schwule gedrängt wurden, als Ort zu nutzen, an dem sie ihr Selbstbewusstsein stärken. Die gesellschaftliche Isolation des Ghettos als Ort, an dem sie sich ihrer Eigenheiten, ihrer Kraft, ihrer Kreativität bewusst werden. Ein Ort, an dem die Buntheit und die Dynamik schwul-lesbischen Lebens wächst und so anziehend wird für den Rest der Welt, könnte ja dazu führen, gesellschaftliche Dynamik zu verändern, könnte die Frage neu stellen, wo Mitte und wo Rand einer Gesellschaft sind. Auf jeden Fall kann er dazu dienen, sich dort zu erholen und neu gestärkt in den Kampf um die Anerkennung schwul-lesbischer Rechte ziehen.

So zumindest gestaltete sich der Weg der MCC in den USA: Dort war nicht die gemütliche Ghettokirche entstanden, in die Schwule und Lesben entsorgt werden konnten und endlich Ruhe gaben. Vielmehr war diese neue Kirche einer der wichtigsten Motoren der sich entwickelnden Schwulen- und Lesbenbewegung.

 

Das klang gut. So gut, dass man sich in Hamburg entschloss, die MCC leibhaftig kennen zu lernen. Erzählen konnte man ihnen viel, doch die Leute aus der schwulen Basisgemeinschaft wollten wissen, wie das real und in Europa funktionierte.

Was sie dann in London erlebten, war überzeugend: Da trafen sich Schwule und Lesben in aller Selbstverständlichkeit zum Gottesdienst ihrer Kirche. Hier musste sich niemand verstecken, weil er schwul, weil sie Christin, weil er hetero-, weil sie transsexuell war.

Zu einer besonders beeindruckenden Begebenheit wurde eine kleine Randgeschichte: Die klassische Art, wie viele schwule Männer sich ausdrücken, nennen Insider-Kreise "tucken". Nun gab es in einer Hamburger Kirchengemeinde einen schwulen Pastor, mit einem großen Freundeskreis. Und für etliche seiner schwulen Freunde gehörte es zu den nettesten Sonntagvormittagsvergnügen, bei ihm im Gottesdienst aufzukreuzen, und darauf zu lauern, wann und wie er trotz aller Bemühungen, es zu unterdrücken, irgendwann unweigerlich zu tucken begann. Und hinterher das Gejuchze - der Pastor, peinlichst berührt, mit knallroten Ohren - "hat er wieder am Altar getuckt, das gehört sich doch nicht. Ts, ts, ts..." Er konnte sich soviel Mühe geben, wie er wollte, und er gab sich Mühe, es war richtig anstrengend; seine nun 'mal schwul getönte Art, sich zu bewegen, sich zu artikulieren ließ sich nicht völlig wegdrücken. Er tuckte halt, ob er wollte oder nicht.

In der Nord-Londoner MCC-Gemeinde betrat der damalige Pastor, Hong Tan, die Kanzel - und tuckte. Seine Predigt war schlicht und wohltuend. Die Gute Nachricht der befreienden Liebe Gottes zu allen Menschen - verkündigt von einem eindeutig schwulen Mann, der sich auch nicht ansatzweise Mühe gab, dies zu verstecken. Hier wurde keine Show abgezogen. Hier trimmte sich kein Schwuler auf Hetero, genauso wenig wurde hier ein christlicher Käfig voller Narren veranstaltet. Hier war jedeR was er/sie war und das war in Ordnung so.

Diese Predigt, von einem eindeutig schwulen Mann vorgetragen, war überaus eindrücklich: Das Evangelium von Jesus Christus, das befreiende Ja der Liebe Gottes in aller Ernsthaftigkeit verkündigt - mit allem Charme, der Schwulen zur Verfügung steht. Und für niemanden war Hongs Tucken ein Stein des Anstoßes, etwas das er hätte verstecken oder kaschieren sollen. Allein die Idee, er hätte sich anstrengen sollen, um seine Art zu verbergen, wäre völlig absurd gewesen. Das war er, das war charmant, das war seine schwule Art, sich zu artikulieren. Das war gut so.

 

Das war es, was die Hamburger Gruppe sein wollte, Gemeinde, in der in aller Selbstverständlichkeit beides möglich sein konnte: die sexuelle Orientierung, wie immer sie sein mag, an- und ernst zu nehmen, genauso wie das Christsein. Und klar zu haben, das ist Kirche.

Am 11.9.88 wurde der erste Gottesdienst als "Basisgemeinde / MCC-Hamburg" gefeiert, der " Kirche (nicht nur) für Lesben und Schwule". Nun war die Selbstdefinition klar. Was als große Herausforderung folgte, war, diese Definition umzusetzen. Statt als Schwulengruppe Kirche zu spielen, Gemeinde Jesu Christi zu gestalten. Eine der zentralen Fragen, an der sich der Unterschied zwischen einer ausschließlich zielgruppenorientierten Gruppe von Christinnen und Christen und Kirche festmacht, ist, ob Inklusivität gelingt oder nicht. Ob die Gruppe oder Gemeinde die Einladung Gottes an alle Menschen widerspiegelt, oder ob dort eine exklusive, geschlossene Binnenwelt entsteht. Eine der dramatischsten Herausforderung in diesem Zusammenhang war für die Hamburger MCC der Übergang von einer Schwulengruppe zu einer Gemeinde, in der als Minimum das Zusammenleben von Lesben und Schwulen gelingen sollte. Trotz aller ähnlichen Betroffenheit, trotz aller identischen Diskriminierung, ist die Zusammenarbeit zwischen Lesben und Schwulen generell ein mühsames Geschäft. Irgendwie scheinen Lesben für Schwule und Schwule für Lesben sehr viel von dem darzustellen, was die jeweiligen Gruppen vehement ablehnen. Allzu oft stehen beide Parteien einfach fassungslos vor dem Verhalten der anderen, um dann zum wiederholten Male festzustellen, dass Zusammenarbeit vielleicht einer politischen Notwendigkeit entspricht, aber eigentlich unmöglich ist.

 Nachdem die erste Begeisterung verflogen war, bildeten sich in der MCC Hamburg die Fronten: "Da placken wir Schwule uns jahrelang mit dem Aufbau einer Gruppe ab, die als Basis für die MCC dient, öffnen uns dann (huldvoll) den Lesben, doch kaum tauchen die ersten Frauen auf, geht das Generve los. Dies ist patriarchalisch, das ist frauenverachtend, da habt ihr die weibliche Endung mal wieder ausgelassen..." - "Erst heißt es, hier sollen neue Weg der Zusammenarbeit von Lesben und Schwulen gefunden werden, und dann läuft doch nichts anderes als die gewohnte Männerdominanz. Wir Frauen stellen doch hier nichts weiter als Dekoration dar, damit ihr euer christliches Integrationsgewissen beruhigen könnt..."

Es war schwer für die Männer, zu begreifen, welch einen Angang es für die Frauen darstellte, sich in einem jahrtausendelang patriarchalisch geprägten Rahmen zu bewegen. Z.B. diese Sprache zu hören oder gar mitzusprechen, die Frauen völlig ignoriert. Das zu verstehen und sich zu bemühen, andere Sprachformen zu finden, war eine Sache; also klar zu haben und das auch zu formulieren, dass z.B. nicht nur "die Brüder" zum Abendmahl geladen sind oder nicht nur jedem (sondern auch jeder) die Vergebung gilt. Es war zwar mühsam, sich an solche Veränderungen eingeschliffener Sprachgewohnheiten zu gewöhnen, doch das war schon in Ordnung so. Eine ganze andere Sache war es dann allerdings, sich damit auseinanderzusetzen, was für Frauen z.B. die Anrede Gottes - "Herr" - bedeuten kann. Wie viel Bedrohung darin liegt, Gott dieser schrecklichen Sphäre der "Herren" zuzuordnen, die vergewaltigend und missachtend diese Welt regieren. Oder sich mit dem Gedanken auseinanderzusetzen, dass die Dreieinigkeit als "Männergesellschaft" beschrieben wird: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist...

Das Ringen der Basisgemeinde um neue Formulierungen dieses Kalibers ging an die Substanz. Denn wenn auch die Köpfe zustimmten, dass solche Beschreibungen Gottes männerlastiger Ballast waren, rebellierten doch die Bäuche. Schließlich wurden hier Sprachbilder in Frage gestellt, die ein Zuhause darstellten. Die Frömmigkeit der meisten Gemeindeglieder hatte sich immer schon in solchen Bildern ausgedrückt. Wie sollte man das über Bord werfen, ohne hinterher frierend im Regen zu stehen? Viele Männer gerieten in Panik dabei, dass ihnen vertraute und liebgewordene Formulierungen angekreidet werden sollten. Viele Frauen verloren die Fassung über der Unbeweglichkeit und dem Festhaltenwollen etlicher Männer.

Es hat Zeit gebraucht, zu realisieren, dass z.B. der Verzicht auf die Anrede "Herr" für Gott, nicht nur für die Frauen heilsam war. Auch den Männern hat es gut getan, sich daran zu gewöhnen, den brüderlichen, freundlichen, liebenden Gott, anstelle des herrschenden Herrn wahrzunehmen und zu benennen. dass die Integration von Lesben und Schwulen in der MCC-Gemeinde mittlerweile auf einem guten Weg ist - trotz aller Klippen - und von niemandem mehr gemisst werden will, mag daran liegen, dass Unterschiedlichkeit als Geschenk, als Herausforderung, und nicht als Zumutung begriffen wurde. Wenn die Liebe Gottes meiner Schrägheit und Begrenztheit gilt, wenn ich lerne, mein So-sein-wie-ich-nun-mal-bin zu bejahen, wie ich von Gott bejaht bin, dann bin ich gleichzeitig gefordert, die Andersartigkeit des/der anderen genauso annehmen zu lernen. Diese Prämisse hat sich über alle Pannen und Probleme, über alles anfängliche Unverständnis hinweg durchgesetzt und bewährt.

Die Herausforderung, Anderes, Fremdes zu integrieren stellt sich nicht nur zum Thema Schwule und Lesben: Genauso gilt es, unterschiedliche Frömmigkeitsstile, Gottesdiensttraditionen, Heteros, Transsexuelle u.v.a.m. zu integrieren. Letztlich bringt jeder neue Mensch eine komplette neue Welt mit in die MCC, die ihr Recht auf Verwirklichung hat, wie alle anderen auch. Die Gemeindeglieder, -Freundinnen und -Freunde mühen sich daran und stellen gleichzeitig immer wieder fest, wie sehr sie beschenkt werden, wenn sie Neues und Fremdes wertschätzen können.

Inzwischen ist in Hamburg vieles selbstverständlich geworden: Der sonntägliche Gottesdienst z.B. in dem die Gute Nachricht von Jesus Christus in einer Art verkündigt und gefeiert wird, die verschiedene Lebensstile, sexuelle Orientierungen und Traditionen willkommen heißt. Viele MCClerInnen haben sich so daran gewöhnt, aufrecht und selbstbewusst schwul oder lesbisch z.B. in ihrer Kirche zu leben, dass die traditionellen Positionen von Kirchen zu Homosexuellen wie schlechte Schauermärchen klingen.

Oder die Arbeitsgruppen, in denen nicht zur Debatte steht, wie homosexuelle Christinnen und Christen sich Lebensraum und Existenzrecht in den Kirchen erkämpfen können, sondern wie sie die Botschaft von der Bejahung in Christus, die sie erfahren haben, vor allem in die schwul-lesbische Welt hinein vermitteln können. Viele haben schlimme Erfahrungen gemacht, auf ihrem Weg, sich als Lesben oder Schwule annehmen zu lernen. Viele haben die Verneinung, die ihnen entgegengebracht wurde, so sehr internalisiert, dass sie sich selbst verneinen, und ihren Selbsthass auf andere Lesben und Schwule projizieren. Da gerade Kirchen eine verhängnisvolle Rolle spielen in diesem Prozess, sich selbst verachten zu lernen, sind die meisten kaum bereit, noch einmal hinzuhören, ob aus dieser Ecke nicht vielleicht doch etwas anderes kommen könnte. Schließlich wurden (und werden) dort die dicksten Knüppel geschwungen. Die Vorstellung der MCC, dass das Evangelium von Jesus Christus, die Bejahung durch die Liebe Gottes, helfen kann bei dem Ringen, der Selbstverachtung zu entkommen, erscheint vielen völlig abwegig. Dementsprechend mühsam fallen die Versuche aus, die Gute Nachricht in die Welt der Lesben und Schwulen hinein zu übersetzen. Der große Durchbruch ist der Hamburger MCC dabei bislang noch nicht gelungen, der wird ihr wohl so schnell auch nicht gelingen, sie arbeitet aber weiter daran...

Etliche Gemeindeglieder und Freunde sind HIV-positiv oder haben AIDS. Bislang hat die MCC Hamburg keine großen Programme zum Thema AIDS entwickelt, auch hatte sie bisher nicht viel Schlaues dazu zu sagen, das man zu Hochglanzfaltblättchen hätte verarbeiten können. Stattdessen hatte und hat man/frau dort alle Hände voll zu tun bei dem Versuch, betroffene Freunde mit dem Leben in Verbindung zu halten. Oder, wenn es denn soweit war, ihr Sterben zu begleiten. Es sind keine anonymen Schatten, die es erwischt hat. Es sind keine grauen Zahlen, über die sich Statistiken anlegen ließen, auch keine Fälle, über die zu theoretisieren wäre. Es sind Freunde, Brüder und Schwestern die die von dieser grauenhaften Krankheit betroffen sind. Und die MCCler und MCClerinnen versuchen, einfach da zu sein, da zu bleiben, weiter mit ihnen zu leben und sie zu versorgen.

 

Und was ist aus den Menschen vom Anfang dieses Berichtes geworden?

* Als Peter in die Hamburger MCC kam, wäre er vor peinlicher Berührtheit beinah im Boden versunken. Er hatte vorher noch nie erlebt, dass Schwule und Lesben einfach schwul und lesbisch waren und damit basta. Und dann auch noch Christen und Christinnen. Es hat nächtelanger Gespräche bedurft, über die entsprechenden Bibelstellen, über das, was er bislang geglaubt hatte, was man ihm beigebracht hatte usw., bis er sich ein wenig zu lockern begann. Dann seine Fragen zum Lebensstil der andern: "Also wenn schon schwul, dann doch bitte nicht so auffällig. Dieses Getucke bei den Männern und diese Kampflesben - entsetzlich. Schwule Szenekneipen - da gehe ich doch nicht hin. Was, der lebt promisk, und der will Christ sein, der wechselt dauernd die Partner, und ihr tut da nichts gegen??" usw. usw. Es hat lange gedauert, bis Peter in der Lage war, sich als schwul zu akzeptieren. Und noch länger bis er vermochte, Lebensstile, die nicht dem seinen entsprachen, stehenzulassen, ohne sie an seiner Moral zu messen. Doch das, was er als Evangelium in der MCC hörte, kam ihm bekannt vor, das war nicht verdreht und nicht verkürzt, das war die Gute Nachricht von Jesus Christus. Nur - anders als bisher - auf ihn bezogen. Die Liebe Gottes meinte ihn mit. Genauso wie er war, mit allem Drum und Dran, einschließlich seiner sexuellen Orientierung. Dieses Evangelium annehmen zu lernen, bedeutete sich selbst annehmen zu lernen. Peters Wurzeln in der evangelikalen Tradition sind unverkennbar. Er ist "fromm", doch er hat aufgehört, gegen sich selbst zu kämpfen. Er hat sich mit sich selbst versöhnt. Er kann endlich leben, ohne seine Energien im Ringen mit sich selbst und seiner Homosexualität zu vergeuden.

* Karin und Maike haben sich voll in die Gemeindearbeit der MCC geworfen. Schon nach kurzer Zeit waren sie zu "Säulen der Gemeinde" geworden. Sie erstellten den Gemeindebrief, Karin war zur Vorstandsvorsitzenden gewählt worden. Maike leitete die Frauengruppe, die sie gemeinsam initiiert hatten. Es gab keine Aktion der Hamburger MCC, an der sie nicht maßgeblich mit beteiligt gewesen wären. Sie hatten mit der MCC eine neue Gemeinde gefunden, in der sich engagieren konnten, wie früher. Also alles wie gehabt, nur unter neuen Vorzeichen? Das wäre schon viel gewesen, doch den beiden geschah noch etwas anderes: Bislang war ihr Lesbisch-Sein eine reine "Privatangelegenheit" gewesen. Was sie von der Gesellschaft erhofft hätten, wäre nichts weiter gewesen, als dass man ihnen eine Nische gegönnt hätte, in der sie unbehelligt leben konnten... Der selbstverständliche, bejahende Umgang mit Lesbisch-Sein, dem sie in der MCC begegneten, und die Offenheit anderer Lesben, die sie kennen lernten, eröffnete ihnen völlig neue Perspektiven. Nach anfänglicher Skepsis begannen sie sich mit Frauenliteratur und mit feministischer Theologie zu befassen, die Frauenszene für sich zu entdecken. Sie fingen an, zu realisieren, was über ihr individuelles Schicksal hinaus generelles Frauenschicksal war. Dass sie nicht nur Pech gehabt hatten in christlichen Zusammenhängen, die ihnen ihr kleines Glück nicht gönnen wollten, sondern dass sie grundsätzlichen, strukturellen Problemen von Männerherrschaft begegnet waren. Dass es nicht genügen konnte, ihre kuschelige Beziehung in einem Schonraum zu leben, sondern dass sie gefordert waren, mit dafür zu kämpfen, das generelle Unrecht zwischen Männern und Frauen zu beseitigen. Das hatte in ihrer Umwelt - also auch in ihrer Gemeinde, der MCC - zu beginnen. Und schließlich war ihre Gemeinde gefordert, sich auch gesamtgesellschaftlich mit in diese Auseinandersetzung zu begeben. Oft ging ein Stöhnen durch die MCC: Wie lieb und bequem waren die beiden doch zu Anfang gewesen, als sie sich einfach (in bester Diakonissenart) engagierten, und wie nervig konnten sie jetzt sein, wenn sie dauernd den Männern an den Karren fuhren. Doch sie hatten Recht, in dem, was sie bei den Männern anmahnten, und in den Forderungen, die sie an die Gemeinde stellten. Ohne sie und ohne ihre Bereitschaft, sich nicht mehr nur mit ihrem privaten Glück zufrieden zu geben, hätte die Männermehrheit der MCC wohl nie verstanden, wie wunderbar patriarchal man sich auch als Schwuler verhalten kann. Gut getarnt, aber trotzdem völlig daneben.

* Peer und Martin haben das Fest ihres Lebens gefeiert: Ihre Partnerschaftssegnung. Bei dem festlichen Gottesdienst platzte der Saal aus allen Nähten. Nicht nur die MCC-Gemeinde war komplett dabei, auch ihre Arbeitskolleginnen und -Kollegen, ihre Verwandten Freunde und Freundinnen waren eingeladen, dabeizusein wie sie sich noch einmal feierlich zueinander bekannten. Alle, mit denen sie zu tun hatten, sollten zur Kenntnis nehmen, dass sie zueinander gehörten und ihr Leben miteinander teilen wollten. Die Menschen, unter denen sie lebten, sollten hören, dass Peer und Martin ihren Schutz und ihre Liebe für ihre Beziehung brauchten. Alle waren eingeladen, mit ihnen zu beten und das Geschenk ihrer Beziehung mit zu feiern. Die Fete nach dem Gottesdienst hatte beinah 6 Wochen Vorbereitungszeit und die Energien etlicher Gemeindeglieder gekostet - doch es hat sich gelohnt: Es war ein rauschendes Fest. Ein Fest des Lebens gegen alle Todesdrohungen, mit denen sie sonst zu leben haben. Sollen die Theologen und Oberlandeskirchenräte sich die Zeit nehmen, die sie brauchen, um die Frage nach trauungsähnlichen Handlungen für Homosexuelle zu diskutieren. Peer und Martin haben diese Zeit nicht. Was die beiden brauchten, war ein Fest ihrer Liebe und des Lebens, als Lichtblick in ihrem Kampf mit Krankheit und Sterben. Dieses Fest haben sie bekommen.

* Carola hat das Dokument nicht unterschrieben, das ihr den Weg ins Pastorat gebahnt hätte. Sie hat sich nicht verkrümmen lassen. Gefordert, sich zwischen ihrer Identität und einer gesicherten Existenz zu entscheiden, hat sie sich für ihre Identität entschieden. Einfach war das nicht; denn was ist mit einem Theologiestudium auf dem Arbeitsmarkt schon anzufangen? Nichts. Carola verdient heute ihr Geld in der ambulanten Altenpflege. Ihre pastoralen Fähigkeiten - und die sind beträchtlich - setzt sie als assistierende Pastorin in der Hamburger MCC ein. Ehrenamtlich, noch ist die Gemeinde zu klein, um ihr ein Gehalt zahlen zu können. Aber groß genug, dass Carola alle Hände voll zu tun hat, ist sie allemal - Seelsorge, Arbeitsgruppen, Gottesdienste leiten, predigen, Krankenbesuche... Dann gibt es da noch neue Ansätze von MCCs in anderen Städten und damit weite Betätigungsfelder für Carola und viele andere, die sich vorstellen können, in dieser Kirche zu arbeiten. Einer Kirche, die ihren Pastorinnen und Pastoren keine Beamtengehälter und -Existenzen bieten kann, dafür aber eine faszinierende Aufgabe: Die Gute Nachricht von Jesus Christus, die Nachricht von der bejahenden Liebe Gottes in die Welt der Lesben und Schwulen hineinzusagen. Und zu erleben, was diese Nachricht dort bewirkt: Aufatmen, Selbstannahme, befreites Leben...

 

Muss das sein, diese MCC? Nein, sie müsste nicht sein, wenn das Evangelium von der Liebe Gottes zu allen Menschen nicht traditionell verkürzt würde zur Belästigung der "Normalität" der Mehrheit. Solange die etablierten Kirchen Lesben, Schwulen und anderen Minderheiten allerdings nichts anderes bieten als den Kampf um ihr Existenzrecht, muss sie sein, die MCC. Als Ort, an dem die Bejahung in Christus für alle Menschen Gestalt gewinnt.

 

 

Thomas Friedhoff

Pastor der Basisgemeinde MCC-Hamburg

 

 

 

 



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